Praxis-Regeln / AGB´s

Eine Medaille hat immer zwei Seiten
Wir üben unseren Beruf sehr gerne aus und stehen jedem Patienten als Team mit der größtmöglichen Kompetenz zur Verfügung. Wenn wir nicht auch eine starke sozial-medizinische "Ader" in uns hätten, würden wir den Beruf des Physiotherapeuten sicherlich nicht praktizieren. Die fachliche Seite ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Eine Praxis für Physiotherapie ist eben auch ein wirtschaftlicher Betrieb und unterliegt Regeln, wie es sie in allen anderen Bereichen des täglichen Lebens ja auch gibt, ob Sie sie nun kennen oder nicht. In einem Supermarkt wird nicht angeschrieben, sondern die mitgenommene Ware muss sofort bezahlt werden. Waren ohne zu bezahlen mitzunehmen, hat Konsequenzen. Das weiss jeder. Aber kennen Sie die Regeln, die für eine Praxis für Physiotherapie gelten? Diese haben wir in unseren AGB´s festgehalten und müssen von jedem Patienten (auch den gesetzlich Versicherten) gelesen und unterschrieben werden. Schreckt Sie das ab? Das sollte es nicht, denn die Regeln dienen ja beiden Seiten, genauso wie eine Honorarvereinbarung und ein Behandlungsvertrag. Sie sollen Ärger und Verstimmungen vermeiden helfen. Wir wollen uns schliesslich auf unsere Arbeit konzentrieren, optimale Ergebnisse erzielen und nicht auf die Dinge, die alle schief laufen können. Und besser Sie kennen die Regeln vorher, damit wir uns hinterher Ärger ersparen können.

Das Wichtigste in Kürze:
Regel Nr. 1 besagt, dass Sie pünktlich zur Behandlung kommen müssen. Wenn Sie zu spät kommen, haben Sie kein Anspruch auf die verlorene Zeit. In Einzelfällen - und wenn es die Umstände erlauben -  sind wir sicherlich kulant, aber darauf kann sich niemand berufen.

2. Vereinbarte Termine sind verbindlich. Bei kurzfristigen Absagen innerhalb von 24 Stunden - auch infolge von Krankheit - können wir eine Ausfallgebühr in Höhe von 75% der durch den Ausfall bedingten Einnahmeeinbuße berechnen, ebenso bei Nicht-Erscheinen. Die Rechtsprechung dazu ist eindeutig. Diskussion also zwecklos. Auch hier gibt es vielleicht in dem einen oder Fall Kulanz, aber einen Anspruch darauf hat niemand. Sagt jemand regelmässig Termine ab, behalten wir uns vor, weitere Behandlungen zu verweigern.

3. Benehmen ist heute mehr denn je sehr wichtig, um einen sozial-verträglichen Umgang zu gewährleisten. Wer sich nicht benehmen kann, weil er zum Beispiel meint, laut zu schreien zu müssen oder randaliert wird von allen weiteren Behandlungen ausgeschlossen. Genauso, wer anzügliche Bemerkungen gegenüber den TherapeutInnen macht oder gar handgreiflich wird (grapscht). Wir dulden auch keinerlei rassistische oder diskriminierende Äusserungen. Das brauchen wir alles nicht und raubt uns wertvolle Energie, die wir viel lieber in unsere kompatiblen Patienten investieren.


4. Rezeptgebühren bei gesetzlich Versicherten sind immer zur 1. Behandlung zu entrichten und sollten möglichst passend bezahlt werden, denn wir haben keine grossen Bargeldbestände in der Praxis. Wir sind durch den Rahmenvertrag mit den Krankenkassen verpflichtet, die Gebühren sofort einzuziehen. Wenn Sie Beratung für einen Befreiungsantrag wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite.

5. Privatversicherten obliegt es, sich die Honorarvereinbarung und den Behandlungsvertrag in Ruhe durchzulesen und sich evt. vor Beginn der Behandlungen bei Ihrer Krankenkasse zu erkundigen, inwieweit die Kosten hierfür übernommen werden. Wir möchten hinterher keine bösen Überraschungen erleben, sondern wünschen uns auch nach Beendigung einer Behandlungsserie zufriedene Patienten. Im Übrigen helfen wir gerne bei der Rezeptoptimierung. Wenn es ein Privileg für Privatversicherte gibt, dann, dass man Verordnungen - in Absprache mit dem Arzt - den Bedingungen für eine umfassende Behandlung anpassen kann. Gesetzlich Versicherte unterliegen durch den Heilmittelkatalog leider strengeren Vorgaben und es gibt hier viel weniger Gestaltungsmöglichkeiten. 
Viele Ärzte verschreiben - meist in Unkenntnis - oft "nur" Krankengymnastik (KG), obwohl intensivere Massnahmen notwendig und angemessen wären wie z.B. Manuelle Therapie, Massage und Wärmetherapie, als Kombi-Behandlung. Je höherwertiger das Rezept, desto höherwertiger die Behandlung und - bei Privatpatienten - im Anschluss die Erstattung. Letztendlich gilt jedoch für diese immer, was in Ihrem Vertrag steht. 
Selbst Gesetzlich Versicherte können neben dem Hauptheilmittel z.B. KG oder MT immer auch ein sogenanntes komplementäres Heilmittel z.B. Massage oder Wärmetherapie / Kältetherapie erhalten. Machen Sie Ihren Arzt darauf aufmerksam. 

Link: RA Alt zu Absicherung bei Terminausfall

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Impressum

Philosophie und Behandlungsschwerpunkte

Angebote zur Unterstützung im Alltag - Einzelbetreuung nach §45a SGB XI